Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Durch die Wolken zum Salkantay

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Sehr früh am Morgen beginnt die abenteuerliche Fahrt entlang der steilen Felswände immer weiter ins Tal. Für einen kurzen Augenblick können wir einen Blick auf den Salkantay, den heiligsten Berg der Inkamythologie, erhaschen.

Unsere erste Akklimatisierungswanderung erfolgt zum Humantay Gletschersee, der mit seinem unglaublich glasklaren, türkisen Wasser und umgeben von einer schneebedeckten Bergkulisse auf jeden Fall den Anstieg Wert ist. Wir haben sogar das Glück, einen Andenkondor dabei zu beobachten, wie er majestätisch durch die Luft gleitet, während wir unseren Abstieg zurück ins Tal beginnen.
Am nächsten Morgen verdecken dicke Wolken die Sicht auf die Berge, doch unser Guide macht uns Hoffnung. Er behält Recht, während wir einen Fluss entlang wandern, bahnen sich schon die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke, der letzte Nebel verzieht sich und wir haben den Salkantay (6270m) direkt vor uns. Er wird von der Morgensonne angestrahlt und soll uns ab dem Moment den Weg zum Salkantay-Pass auf 4600m weisen.

Am Pass angekommen, werden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt und klettern noch ein Stück weiter bis wir eine azurblaue Berglagune erreichen. Viele kleine Steinmännchen wurden um den See herum von Reisenden errichtet. Wir lassen ebenfalls ein Andenken zurück bevor wir, mittlerweile in Daunenjacken eingepackt, unseren Weg durch die herrlich grüne Berglandschaft fortführen.

Ein anstrengender Tag – wir haben uns die Ruhe und den wunderschönen Sternenhimmel am Abend redlich verdient.

Wir folgen dem Fluss weiter ins Tal hinein. Um uns herum wird es immer bewachsener und wir wandern an Orchideenfeldern, Bananen- und Kaffeeplantagen vorbei. Unser Guide zeigt uns auch eine sogenannte Achiote-Frucht vom Annattostrauch, welche den Inka als roter Farbstoff für die traditionelle Gesichtsbemalung und auch als Gewürz in Mahlzeiten und Tee diente.

Die Nächte verbringen wir in wunderschönen Unterkünften mit einer Geräuschkulisse, die einem Urwald gleicht. Wir machen uns auf nach Hidroelectrica, einem kleinen charmanten Dorf mit niedlichen Cafés und Lädchen.

Nach dem Mittag setzen wir uns in den berühmten Zug, der viele Reisenden nach Machu Picchu führt, und fahren am Fluss entlang nach Aguas Calientes. Wer noch kein Souvenir für die Daheimgebliebenen gefunden hat, wird in den bunten Gassen von Aguas Calientes definitiv fündig.

Vorfreude und etwas Spannung liegen in der Luft, als wir in den frühen Morgenstunden in den Bus nach Machu Picchu steigen. Die in Nebelwolken verhüllte Ruinenstadt ist noch fast menschenleer und hat etwas sehr mystisches.

Unser Guide lässt uns an seinem schier unerschöpflichen Wissensschatz über die Inka und ihre Kultur teilhaben und verrät uns viele interessante Details über den Machu Picchu.

Die letzten Nebelschwaden lichten sich und geben die volle Aussicht auf die berühmte Anlage frei.
Auf dem Rückweg nach Cusco sind wir alle noch sehr aufgeregt, tauschen die Erlebnisse und Eindrücke der letzten Tage miteinander aus, präsentieren einander die schönsten Erinnerungsfotos und wir alle sind uns einig, diese Eindrücke werden wir nie vergessen!

Ihre Sarina Sprengel

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