Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Türkei – Wunderwanderwelt Kappadokien

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8 Tage Wander- und Kulturreise vom 12.04. – 19.04.14

Im Frühjahr hieß es für mich: Bürostuhl in die Ecke stellen, Wanderrucksack aus dem Schrank kramen, Flug nach Kayseri buchen und auf nach Kappadokien – in das Wanderparadies in der Zentraltürkei, mit dem ich schon so oft geliebäugelt hatte. Gleich zu Beginn der Woche starteten wir sehr früh morgens zu einer Ballonfahrt der Extraklasse. Selbst die Reiseerfahrenen unter uns bekamen leuchtende Augen, als 80 knallbunte Heißluftballons im Morgenlicht über die kalkweiße, zerklüftete Tufflandschaft schwebten. Und wir waren mittendrin! So erlebten wir aus der Vogelperspektive, was für eine faszinierende Kulisse uns in den nächsten Tagen erwarten würde.

Täglich wanderten wir zwischen 12 und 20 Kilometer und staunten jeden Tag aufs Neue über die nicht enden wollende Farben- und Formenvielfalt, die hier von den Elementen über einen Zeitraum von ca. 20 Millionen Jahren erschaffen wurde. Und immer wieder begegneten wir den Spuren einer bewegten Vergangenheit, als die Bewohner Kappadokiens sich in ausgeklügelte Höhlensysteme zurückziehen mussten – das berühmteste Beispiel dafür ist die unterirdische Stadt Derinkuyu. Schildkröten sonnten sich auf den Wanderwegen, Nachtigall und Wiedehopf ließen ihren Ruf in den kühlen grünen Tälern erklingen.

Erfrischungspausen gab es an den kleinen Getränkeständen, die immer genau dann auftauchten, wenn es in der Gruppe mal wieder hieß: „Jetzt ein frisch gepresster Granat- oder Orangensaft, das wäre toll.“

Die kappadokische Küche ist unerwartet abwechslungs- und vitaminreich. Lasterweise werden frisches Obst und Gemüse aus dem Süden der Türkei in den gleichmäßig temperierten Höhlen gelagert, so dass man fast das ganze Jahr über gut versorgt ist. Am letzten Tag ließen wir uns im traditionellen Hamam so richtig verwöhnen mit Saunagang, heißem Stein und Massage.

Im Anschluss habe ich noch in Istanbul einen 5-Tage-Aufenthalt drangehangen. Die Millionenmetropole am Bosporus überraschte mich mit üppigen Grünanlagen und kleinen ruhigen Plätzen und Parks, die für angenehme Erholungsphasen sorgten. Dann trieb es mich wieder in das bunte Treiben in den Basaren, in die historische Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten von Weltrang oder in die belebte Einkaufsstraße Richtung Taksim-Platz.

Ihre Constanze Hauf

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